Mondnacht, Gemälde von Ariane Zuber, Öl auf Leinwand, 60x80 cm

Mondnacht

Mondnacht…

Ein Gedicht von Joseph Freiherr von Eichendorff …besonders schön darin:

…Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus…

Die Bilder zeigen sich mir oft “zwischen Tag und Traum”, so auch dieses hier…
Öl auf Leinwand, 60×80 cm

Souvenir-Tasse Bad Karlshafen von Ariane Zuber

Hafen-Tasse

Im Rahmen der Auftragsarbeit zum Hafen Bad Karlshafens  Bad Karlshafen vor etwa 2 Jahren habe ich für mein Atelier dazu Poster und Tassen anfertigen lassen. Anfangs diente die Hafenvision zur Unterstützung der Vorstellungskraft. Denn ohne Wasser und mit vielem schweren Baugerät im Hafenbecken konnte sich kaum jemand so richtig vorstellen, wie es denn dann mal werden würde. Jetzt ist es ja vollbracht und die Vision ist Wirklichkeit geworden, dennoch ist das Bild weiterhn sehr beliebt. Zur kommenden Tagung Ende des Monats in Bad Karlshafen zum Thema Wasserkraftnutzung werden meine Tassen zusammen mit Salz aus Bad Karlshafen an einige Tagungsteilnehmer verschenkt, das freut mich sehr! Heute habe ich die kleinen Präsente verpackt und freue mich, wenn sie demnächst neue Besitzer erfreuen.

Kamneiche, Öl auf Leinwand, 80 x 100 cm, Ariane Zuber

Die alte Eiche

Der Urwald bei der Sababurg ist ein ganz besonderer Wald, als Teil des Reinhardswaldes ist er ein ganz besonders Fleckchen Erde. Der Gedanke, dass ein Teil des Reinhardswaldes für Windräder gerodet werden soll, gefällt mir ganz und gar nicht.

Warum…

..frage ich mich. Der Wald ist ein wichtiger Bestandteil der Natur und  – wenn wir mal in Kosten und Nutzen rechnen wollen, wie das heute alle so gerne tun – als wichtigster Teil unseres Lebensraumes sorgt der Wald nicht nur für gute Luft und Wohlbefinden, er ist auch Kulturerbe und beherbergt viele Tiere und Insekten.

Das ausgerechnet die “grüne Lunge” dem scheinbar sehr dringenden Wunsch vieler Leute nach E-Bikes für jedermann und mehr Mobiltelefonen sowie fernsteuerbaren Heizungen und vielen anderen Dingen, die man meines Erachtens nicht dringend zum Leben braucht, zum Opfer fallen soll, will mir nicht in den Kopf.

Mir fällt dabei ein Lied von Alexandra ein: Mein Freund der Baum … Ihr wisst ja, wie es weiter geht.

Nachdem ich die Eiche letztes Jahr als Entwurf in klein auf Leinwand gebracht habe, habe ich sie nun in groß umgesetzt. Diese alte Eiche steht im Urwald und ich hoffe, sie lebt dort noch lange und gut…Ei-Tempera/Öl auf Leinwand, 80×100 cm

Landschaftsbild "Irrweg" von Ariane Zuber, Öl auf Leinwand

Landschaftsmalerei als Erinnerung

Der ursprüngliche Gedanke der Landschaftsmalerei war sicherlich zuallererst das Abbilden einer realistischen Situation, die Beschreibung eines Ortes und dessen Besonderheiten. Ich muss jedoch zugeben, dass das nicht unbedingt mein Bestreben war und ist, wenn ich eine Landschaft male oder zeichne, auch wenn ich es natürlich durchaus gelegentlich genauso mache.

Mehrfach schon erwähnte ich, wie inspirierend ich die Landschaft des Reinhardswaldes und des Sollings finde und wie wichtig mir die Natur und der Aufenthalt darin ist. Dabei fällt mir aber immer wieder auf, wie unterschiedlich ich denselben Ort wahrnehme, wann immer ich ihn wieder besuche. Zwar bleiben bestimmte physische Merkmale gleich, aber die Wirkung und das Zusammenspiel vieler Faktoren löst unterschiedliche Wahrnehmung und Gewichtung aus. Daraus ergeben sich manchmal Veränderungen der bildlichen Realität.

Über die Wahrnehmung

Das finde ich spannend, deshalb gehe ich auch gerne öfter an denselben Ort und überprüfe meine Wahrnehmung.
Oft beobachte ich dabei auch Menschen, die – genau wie ich – wandern oder Fahrrad fahren, aber deren Verhalten sieht ganz anders aus – sie halten kurz an, zücken ein Handy und knipsen (anders kann man es nicht nennen) die Aussicht, wenden sich sofort wieder ab und suchen den nächsten Reiz, den nächsten Fotohaltepunkt. Sie schauen meines Erachtens gar nicht richtig hin, sie nehmen sich keine Zeit für die Stimmung des Augenblicks. Ich frage mich dann oft, was das soll… Strecke als Fotowettbewerb für die nächste Gesprächsrunde? Wo bleibt der Moment des Innehaltens, der inneren Einkehr, die Reflektion? Gleichzeitig klagen viele über fehlende Ruhe und zuviel Stress. Kein Wunder, wenn man sich in der Freizeit so unter Druck setzt, finde ich.
Wenn ich den Gedanken weiter verfolge, komme ich zu Fragen wie: Warum muss ich (beispielsweise) auf dem Jakobsweg wandern, um spirituelle Erfahrungen zu machen, anstatt im Wald meiner Region einen abegelegeneren Weg zu gehen und mich dort zu besinnen, Ruhe zu finden oder einfach nur zu atmen? Wieviele einfache, kleine Momente des Glücks, des Staunens, der Besinnung wären möglich, wenn man nicht meinen würde, nur auf dem höchsten Berg am entlegensten Zipfel irgendeines Kontinentes – oder wo auch immer – ist es dann soweit? Und da knipst man dann auch nur mal eben die Aussicht und sieht und spürt eigentlich NICHTS.

Zurück zur Malerei

Deshalb zeichne ich gerne die Natur, oder male sie, nicht immer vor Ort, aber manchmal und sonst schnell, wenn ich wieder Zuhause bin. Erinnerungslandschaften.
Im Laufe der Geschichte der Landschaftsmalerei entstanden neben Veduten auch Landschaften, die idealisiert oder heroisiert wurden, oder aufgeladen mit Symbolik, um geistige Prozesse anzuregen.
In meinen Bildern finden sich oft Teile verschiedener Wanderungen, zusammengefügt aus Fragmenten, die meine gefühlten Eindrücke spiegeln. Die genaue Abbildung einer Landschaft interessiert mich nur bedingt, da mir die Natur mancherorts so zerlegt – wie verletzt – erscheint, zerrissen durch menschliche Eingriffe, oft lieblos behandelt, ge- oder benutzt aber nicht gewürdigt…gleichzeitig birgt sie soviel Zauber, so viele Geheimnisse und Inspiration. Deshalb füge ich gerne auch mal zusammen, was in der heutigen Realität so nicht mehr existiert. Symbolische Aufladung ist gar nicht mal mein Ziel, aber wenn ich dann auf die Leinwand bringe, was sich zeigen will, ergibt es sich manchmal. Bei diesem Bild hier ergab es sich so, der einzig passende Begriff, der sich mir darbot, ist Irrgang. 60×80 cm, Öl auf Leinwand.

Gemälde von August Schenck aus Privatbesitz, Foto von Ariane Zuber

Der Tiermaler August Schenck

Wie ja die meisten wissen, teile ich mein Atelier mit Antiquitäten und Landschaftsgemälden vorwiegend aus der Zeit Anfang 20. Jahrhunderts. Hin und wieder kommen aber auch mal ältere Gemälde ins “Sortiment”.
Seit kurzem beherberge ich im Atelier-Laden zwei sehr schöne und authentisch gerahmte Gemälde von August Schenck in Kommission zum Verkauf. Ich kannte den Maler bislang eher weniger, da ich nicht so der Tierbilder-Fan bin und schon gleich gar nicht von Schafen mit Hirten, ABER der Herr Schenck hat mich überzeugt, das Tiermalerei-Genre mit mehr Aufmerksamkeit zu bedenken und das hier gezeigte Schafsbild finde ich einfach klasse.

Warum ich dieses Bild großartig finde…

Zum Einen ist es hervorragend gemalt, sehr gekonnt eben, zum Anderen beinhaltet dieses Bild viele Beziehungen – die Beziehung des Schäfers zu der Schäferin am Horizont hinten rechts für die Romatikerin in mir, die Beziehung der Schafe untereinander: eine kuschelige Familie sozusagen und die Beziehung des Hundes zu seinem Hirtenherrchen – grandios, wie der Künstler dieses für mich komplexe Stimmungsbild in gekonnter Malweise in einem einzigen Bild untergebracht hat.

Über den Maler August Schenck (1828-1901)

Er wurde im April 1828 in Glückstadt geboren, er begann als „Weinreisender“ in Deutschland, Russland und Portugal und lebte davon recht einträglich. Nach einigen Jahren verließ er jedoch Portugal in Richtung Paris, um sich zum Maler ausbilden zu lassen. Mit 34 Jahren debütierte er als Maler bei der Weltausstellung in Paris 1855. Neben der französischen Malerin Rosa Bonheur war er der gefragteste Tiermaler, selbst die Kaiserin Sissi oder die Prinzessin Mathilde wollten seine Bilder.
Tatsächlich waren auch die Schafsbilder von ihm am beliebtesten, Schafe im Schneesturm, Schafe und Schäfchen in Bedrängnis, Schafe und Raben und so weiter. Der Mann liebte eben Schafe und auch alle möglichen anderen Tiere, der Bildhauer Ernst Barlach hat Schenck einst in Frankreich besucht und beschrieb ihn wohl als streitbaren alten Mann mit Unmengen von Tieren aller Art auf seinem Anwesen – vielleicht mochte der Herr Schenck ja lieber Tiere als Menschen und konnte sie deshalb so wunderbar malen. Man sagte von ihm er fände mehr Lieblichkeit in Schafen als in Frauen – das mag stimmen, wenn ich mir das Bild so anschaue…Zu Lebzeiten verkaufte er sehr gut, seine Arbeiten brachten umgerechnet bis zu 16000 Euro, habe ich gelesen.

Dort, wo sein einstigens Anwesen stand, dass es heute leider nicht mehr gibt, benannten die Franzosen die Straße 1906 in Rue August Schenck um. Bedeutende Museen erwarben die Werke von August Schenck, viele Ehrungen wurden ihm zuteil.  Der Maler starb am 1. Januar 1901, sein Grab kann man in Écouen finden.