Berlin, Brücke mit Ratten

Ratten in Berlin

Als ich neulich so um den Alexanderplatz herum unterwegs war, fand ich eine Gracht, sowas erwarte ich ja eher in Holland, nicht in Berlin.
Dort gibt es auch eine sehr interessante Brücke, auf der eine große Frau einem Jüngling Wasser oder Wein aus einem Krug zu trinken gibt. Das findet auf einem Sockel statt, um den unzählge Bronze-Ratten wimmeln…
Sehr bemerkenswert, wie ich finde. Es gibt dazu auch einen eher unleserlichen Text, vielleicht sollte ich mal bei Tag und bei wärmeren Temperaturen hingehen 😉
Bis dahin rätsele ich noch eine Weile, das regt meine innere Geschichtenerzählerin an …
An einer davon haben offensichtlich schon viele Touristen herumpoliert…lädt ja auch irgendwie dazu ein…

Mal wieder flaniert: Kunsthaus Bethanien – Derridas Katze

Nach einigem Zögern habe ich mich gestern mal zur Vernissage im “Kunstraum Kreuzberg” im Kunsthaus Bethanien bewegt. Ansich ist das nicht “meine Welt” und als ich gestern da war, hat sich das mal wieder bestätigt.

Nicht, dass die Ausstellung nicht interessant gewesen wäre, einige Objekte haben mir sogar gut gefallen, aber es ist einfach so:
Konzeptkunst ist nicht meins!
Die Ausstellung beschäftigt sich mit der Beziehung zwischen Mensch und Haustier, wobei der Begriff “HAUS”tier dann doch recht weiträumig interpretiert wurde. Schöne Arbeiten aber auch einiges, wo ich gar nicht mit kann. Gefallen haben mir die Ergebnisse eines Workshops, in dem Leute sich mit ihrem inneren Tier befassen sollten und Masken ausPapier dazu gebaut haben, großartige Riesenmasken, sozusagen aufsetzbare Fabeltierköpfe, das hat mich beeidruckt und angeregt.
Einige Film-und Textarbeiten und das gesammelte Wasser der Seen in und um Berlin sind eher an mir vorbeigegangen beziehungsweise ich an ihnen. Mit dem “Asselheim” hatte ich auch nicht viel Spaß, ein paar kleine Environments und einige Fotoarbeiten mit “wichtiger” Botschaft haben mir durchaus wieder gefallen.
Jetzt mag ja der eine oder andere geneigte Leser sagen, was heisst hier “gefallen”? Wenn es darum ging in der (Konzept-)Kunst…

…Aber eins ist klar:
Ich liebe das Sinnliche an der Kunst, in derKunst und um die Kunst herum. Ich mag Farbe, Pigmente, die Auseinandersetzung mit meiner Leinwand oder meinem Blatt Papier, die spielerische Verknüpfung von Gedanken und Assoziationen. Es darf ja gerne auch mal “intellektuell” werden, aber das als Grundkonzept ist mir einfach nicht genug. Auch Installationen und Objekte sind bei mir gerne so gestaltet, dass ich mehr Freude daran habe, als einem tollen, genialen oder abstrusen Gedanken zu folgen. Ich bin da einfach anders…
Es lebe die Vielfalt! Das ist das Schöne an der Kunst…

Atelier Ariane Zuber im Januar 2010

Guter Vorsatz im Neuen Jahr und das Rilke-Projekt

So ein Neues Jahr fängt ja gerne mal mit guten Vorsätzen an…Etwas mehr Ordnung wäre gut, dachte sich die Frau Zuber und begann ihr Atelier umzuräumen um die vielen Bilder besser zu verstauen und die Wand für die neuen Bilder frei zu machen.

Das hat sich gelohnt, wie ich finde. Nebenbei kann man auch hervorragend seine Gedanken ordnen, Entscheidungen treffen, planen…

Und dann fand ich wie zur Belohnung das “Rilke-Projekt” – Gedichte von Rilke gesprochen und gesungen, mit Musik unterlegt oder betont – und ich bin sehr begeistert davon. Geht jetzt gerade hervorragend ins Ohr und ins Herz, wunderbar beim Malen.
Der Januar ist gerettet 😉

Ach, in meinem wilden Herzen nächtigt obdachlos die Unvergänglichkeit… sagt Rilke. Was – oder wer – nächtigt wohl in meinem wilden Herzen? Ich denke mal drüber nach…wenn es denn ein wildes Herz ist…

Schöner Film: Das Kabinett des Dr. Parnassus…

Da ich ja Monty Python und auch Terry Gilliam mag, wollte ich unbedingt diesen Film sehen. Habe ich gestern verwirklicht und muss sagen:
Ich finde ihn brillant!
Vielschichtig, schrill, surreal und von diesem ganz speziellen Humor kann ich ja nicht genug bekommen…

Die Kulissen, speziell diese fahrbare Wunderbühne, die sich völlig anachronistisch von Pferden gezogen durch das moderne London bewegt, haben mich persönlich sehr inspiriert. Der Mann kommt meinen Bilderwelten sehr entgegen 😉

Heath Ledger und alle anderen, die ihn wegen seines leider vorzeitigen Ablebens in seiner Rolle vertreten sind großartig als ambivalenter Held. Das Töchterchen hat ein entzückendes Gesicht und ein wirklich schickes Decolleté – naja und Christopher Plummer kann’s eben auch, der junge “Merkur” – keine Ahnung wie der Schauspieler heisst, sorry – hat mir in seiner Rolle auch sehr gefallen.
Anders ausgedrückt: Tolles Casting 😉

Der Mann hat außerdem völlig Recht, die Welt braucht Geschichten!
Alles richtig gut und unterhaltsam, entweder man geniesst wüste Bilder oder beschäftigt sich mit den gesellschaftskritischen Ansätzen in dem Film oder überlegt sich, dass der Teufel auch nur ein Spieler ist – ach, die Sache mit dem Teufelspakt gibt doch immer wieder was her – ich glaube, ich muss den Film nochmal ansehen gehen.
Danke Terry!

Queen und die “Muppets” wieder entdeckt…

Da ich ja beim Malen oft Musik oder Hörbücher höre und immer Nachschub brauche, bin ich auf eine “Best of Queen” Doppel-Cd gestoßen – großartig!!!

Passenderweise hat mir ein Freund dazu jetzt einen zauberhaften Link gesendet, da er weiss, dass ich die Muppets sehr mag – das ist DAS Video, wenn man mal einen kurzen, aber erhellenden Spaß im Alltag braucht und mal wieder lachen möchte:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=tgbNymZ7vqY]