Trendelburg, Öl auf Leinwad (50x70cm) von Ariane Zuber

Trendelburg im Nebel

Ich bin gerne draußen, spazieren gehen oder wandern, die Landschaft auf mich wirken lassen. Interessanterweise beobachte ich allerdings vermehrt in diversen Medien, dass einfach nur “spazieren gehen” nicht wirklich populär zu sein scheint…

Bäume umarmen?

Heute geht man “Waldbaden”, Bäume umarmen”, man “geht den Jakobsweg aus ganz wichtigen Gründen”, der Wald soll “therapieren” – aber einfach nur spazieren geht man scheinbar nicht mehr.

Ich frage mich, was mit dem Selbstverständlichkeit passiert ist, dass Bewegung an der frischen Luft gut tut? Ich rede hier nicht von Sport, Wettstreit, schnell von A nach B etc., ich rede von Spazierengehen zum Atmen und Denken.
Ich gehe einfach so in den Reinhardswald oder Solling, weil es mir gut tut und ich wohne unter anderem deswegen in Bad Karlshafen, weil ich hier einfach in den Wald gehen kann, der Wald umarmt mich bzw. die Stadt und das gefällt mir gut.

Einer der letzten Spaziergänge in 2019 führte über einen Wanderweg mit mehreren Burgenansichten, einer davon hat es mir besonders angetan. die nebelverhangene Landschaft, der unglaubliche Baum und die romantische Burg…

 

 

Krukenburg, Mischtechnik auf Leinwand, 20x20cm, von Ariane Zuber

Kleine Landschaft – Krukenburg

In meinem letzten Beitrag über Landschaftsbilder zur Erinnerung habe ich schon eine Ansicht der Krukenburg vorgestellt, auch wenn man es nicht gleich erkennt. Hier nun ein weiteres kleines Bild, eher klassisch und lieblich in der Ansicht, in der Größe 20×20 cm von der Krukenburg, die ich immer wieder schön finde. Mit einer silber-schwarzen Schattenfuge in meinem Shop erhältlich.

Krukenburg/Kruckenburg

Das Besondere an der Krukenburg ist  die in der Burganlage ab 1107 errichtete Kirche, deren Vorbild in Jerusalem steht. Der Rundbau in Form eines Kreuzes, auch Zentralbau genannt, neben dem Vorbild Grabeskirche gibt es nur eine weitere Kirche dieser Bauart, die steht in Paderborn (Busdorfkirche), aber man sieht nur noch wenige Reste davon, eine weitere Kirche wurde darüber erbaut.

Die Krukenburg besteht noch aus dem „Paderborner Haus“ und dem „Mainzer Haus“, von beidem nur noch Reste, außerdem der Bergfried, den man heute noch begehen kann. Seit dem 17. Jahrhundert wurde die Burg dem Verfall überlassen, diente als Spenderin für Baumaterial – das Übliche. Die Krukenburgruine wurde dann jedoch in den 1970er Jahren ein wenig restauriert und so steht sie noch heute…

Blick zur Krukenburg, 18x24 cm von Ariane Zuber

Kleine Landschaftsbilder – Erinnerungen

Letztes Jahr hatte ich angefangen, kleine Bilder mit Bäumen als Studien zu malen, mehr so aus der Erinnerung heraus und um Wirkungen und auch Farbstimmungen zu testen. Das hat Freude bereitet und mich auf die Idee gebracht, nach mancher meiner Spaziergänge ZUR Erinnerung zu malen.

Man erinnert sich viel zu oft an etwas Negatives…

…aber viel schöner ist es doch, sich an etwas Positives zu erinnern und es sogar festzuhalten – nicht nur mit der Kamera, sondern auf kleinen Leinwänden. Hier ist eines davon, entstand im Dezember letzten Jahres

Inzwischen hat das Neue Jahr, das gleichzeitig der Beginn einer neuen Dekade ist, begonnen und ich hoffe, es schenkt uns schöne Ansichten und gute Aussichten und die Möglichkeit, schöne und kostbare Momente zu erleben und uns daran lange freudig zu erinnern…

Sababurg, Ölbild von Helene Meyer-Moringen

Helene Meyer-Moringen – Blick auf die Sababurg

Helene Meyer-Moringen ist eine hier in der Weserbergland-Region bekannte und beliebte Künstlerin.

Die Malerin wurde als Helene Meyer 1898 in Moringen bei Northeim geboren. Schon als junges Mädchen verließ sie ihr Elternhaus und lebte in Norddeutschland, dort änderte ihren Namen in Helene Meyer-Moringen – so wie man das auch von Hoffman von Fallersleben kennt, der ebenfalls seine Herkunft in den Namen integrierte.
Sie studierte zunächst an der Akademie in Berlin und war Schülerin bei dem Pferdemaler Georg Koch, Sie machte sich durch ihre impressionistischen Pferde- und Landschaftsbilder in Öl und Pastell einen Namen, sie malte beispielsweise die Pferde auf Schloss Söder und dem Gestüt Vornholz. Zu den Werken von Meyer-Moringen zählen jedoch nicht nur Gemälde auf Leinwand, sondern auch Pastell-/Kreidezeichnungen und auch gerne Postkarten, teilweise mit karikaturistischen Zügen. Diese malte und verkaufte sie direkt bei Turnieren oder Auktionen, die sie besuchte – und begeisterte damit nicht nur Pferdeliebhaber.

Der zweite Weltkrieg

Wie bei so vielen Menschen und KünstlerInnen änderte der zweite Weltkrieg einiges. Viele verloren Familie, ihren Wohnort, ihr Atelier und oft auch viele ihrer Arbeiten…Sammler und mögliche Käufer hatten andere Sorgen zu der Zeit, so wechselten viele ihren Wohnort – so auch diese Malerin. Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte Meyer-Moringen im ehemaligen Königlichen-Hauptgestüt Beberbeck im Reinhardswald. Die letzten Jahre ihres Lebens verbrachte sie in Beberbeck und wohnte dort ärmlich im Beamtenhaus. Immer wieder findet man in der Region Gemälde von ihr – zum Beispiel von und auf der Sababurg oder Reinhardswald und Beberbeck.

Frau Meyer-Moringen in Bad Karlshafen

Hier im Ort gibt es tatsächlich noch die eine oder andere Erinnerung an Frau Meyer-Moringen, unter anderem wurde mir zugetragen, sie habe ab und an im Hotel “Zum Schwan” gewohnt und habe Ähnlichkeit mit “Miss Marple” gehabt…

Sie starb in eher ärmlichen Verhältnissen 1965 und ist auf dem Friedhof in Beberbeck beigesetzt. Dort habe ich ihr Grab besucht, es steht noch da.
In meinem Atelier hängt ein Bild von ihr, ein sehr schöner Blick auf die Sababurg, Öl auf Leinwand…

Sophie Wencke-Meinken, Brücke bei Hann.-Münden, Atelier Ariane Zuber

Sophier Wencke-Meinken – Worpswede besucht Hann. Münden

Sophie Wencke-Meinken

Sophie Wencke Meinken (1874-1963) war eine der zur damaligen Zeit seltenen Künstlerinnen, deren Eltern, insbesondere der Vater, das künstlerische Talent des Kindes schon früh förderten. Durch diesen glücklichen Umstand und dem Zufall, der die Familie nach Worpswede verschlug, war es ihr vergönnt, eine der wenigen Schülerinnen von Otto Modersohn zu werden.

Als älteste Tochter erhielt sie eine fundierte Ausbildung, die Ausbildung zur Kunstmalerin gestaltete sich aufgrund des Verbotes von Akademien für Frauen anfangs überwiegend in Form von Privatunterricht in Bremen und später Berlin und natürlich Otto Modersohn, ihr Malstil entwickelte sich impressionistisch und dieser Art der Malerei blieb sie ihr Leben lang treu. Durch ihr großbürgerliches Umfeld war sie in der Lage, bedeutende Kunstausstellungen zu besuchen und dies führte sie letztlich auch zu der Auswahl ihrer Lehrer. Sie war von 1898 bis 1900 Schülerin von Modersohn.

Schicksalsschlag

Bis hierhin verlief alles bestens für Sophie, doch tragischerweise musste ihr Vater, Besitzer der Wencke-Werft, Konkurs anmelden, was dazu führte, dass die Kinder (Schwester Clara und Bruder Friedrich Wilhelm) auf sich allein gestellt waren, Die jüngere Schwester ging für eine gewisse Zeit ins Ausland, der Bruder zum Militär, Sophie fühlte sich und war sicherlich auch in der Pflicht, zur Versorgung der Familie beizutragen.

Sie ging nun ganz gezielt daran, an Verkaufsausstellungen teilzunehmen, ihre Schweser betätigte sich nach Rückkehr aus dem Ausland quasi als ihre „Agentin“ . Ihre Verkaufspreise rangierten damals zwischen 800 und 1000 Mark, das ist für damalige Verhältnisse und Frauenstatus ein sehr guter “Kurs”ihre Arbeiten waren alsbald in Galerien vertreten und Kunsthändler kannten und handelten ihre Werke. Des Weiteren betätigte sie sich als Postkartenmalerin – was nicht nur die Einnahmen steigerte, sondern auch den Namen bekannter machte.

Auf mich macht Sophie Wencke einen cleveren und geschäftstüchtigen Eindruck, zu der damaligen Zeit war sie vielen ihrer Zeitgenossinnen diesbezüglich weit voraus, möchte ich meinen.

Sophies Reisen

Warum erzähle ich hier von einer Worpsweder Künstlerin? Zum Einen weil ich die Frau wirklich bewundere, sie hat sich nicht unterkriegen lassen und ist ihren Weg als Künstlerin trotz widriger Umstände weiter gegangen – Hut ab!
Zm Anderen, weil
die Dame auch im hohen Alter noch gerne und viel reiste und im stattlichen Alter von etwa 70 Jahren – also in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts (1950-1953) – eine Malreise entlang der Weser machte und in der hiesigen Gegend tätig war, daraus resultierte eine Ausstellung, die mehrfach gezeigt wurde, sie malte unter anderem auch das Kloster Bursfelde und die Brücke von Hann.- Münden. Ein großes Leinwandbild (70×100 cm etwa) das im Atelier zur Besichtigung und zum Verkauf steht, ein Katalog ihrer Arbeiten liegt hier ebenfalls zur Ansicht aus.

Zur Zeit ist mein Atelier von Mi bis Sa von 12-17 Uhr geöffnet – nicht zu vergessen das Atelierfest am 16.11. von 12-19 Uhr mit Glühwein und Waffeln – schaut gerne vorbei.