Im Märchenwald, Öl auf Leinwand von Ariane Zuber

Im Märchenwald Nordhessen

Der Reinhardswald mit seinem Urwald und der Solling sind ein die perfekte Kulisse für den Märchenwald, denn in vielen deutschen Märchen avanciert der Wald zum wesentlichen Handlungsort. Mal als eine schaurige Kulisse, mal als idyllischer Zufluchtsort. Uns ist das heute kaum noch klar, aber die Waldlandschaft nahm viel Platz in der Lebenswirklichkeit der damaligen Menschen ein. Die dörflichen und städtischen Siedlungen waren umgeben von Wald – als “profaner Nahrungsspender”, aber auf jeden Fall auch als das unheimliche Gegenteil menschlicher Zivilisation. Bei „Hänsel und Gretel“ etwa bietet der Wald einen eher schaurigen Ort, aber was auch im Wald geschieht, es ist stets von Geheimnissen und Zauberhaftem umgeben.Der Wald wird als tief, dunkel, düster, wild, groß oder finster zum perfekten Raum für Fantasien und Projektionen der menschlichen Psyche. Gerade die Brüder Grimm machen den Märchenwald zu einer verzauberten Welt, in der man auf die Anderswelt mit ihren Hexen und Zauberern, den Zwergen, Riesen, den magischen Orten und Dingen stoßen kann, und in der sich die Helden der Geschichte bewähren müssen.

Erschreckenderweise kommen – obwohl der Wald etwas absolut Schützenswertes und Lebensnotwendiges ist – immer wieder Konzerne auf die Idee, Wald abzuholzen – sei es für Braunkohle, sei es für Windkraftwerke oder für Landgewinn – ich finde, der Wald und seine Bewohner, die einzelnen Bäume und Tierarten haben größtmöglichen Schutz verdient und die Schönheit der Wälder auch in den Schatten und der Dunkelheit faszinieren mich stets auf’s Neue.

Soviel zu meinen Gedanken bei meinem neuen Bild “Im Märchenwald”, es ist 50×60 cm groß, Öl auf Leinwand, gerahmt.