Ariane Zuber - das rote Kleid - Die Versuchung - 50 x 100 cm

Die Versuchung…

…hat mich ja schon immer beschäftigt 😉
So ist es ja auch im Leben – immer wieder diese Fragen:
Soll ich? Soll ich nicht?
Lohnt sich’s? Lohnt sich’s nicht?
Was will ich eigentlich?
Was will “das Objekt der Begierde”?
Naja, und so weiter….
Und deshalb zurückgeführt zur gern genommene biblischen Urfrage:
Wie war das mit dem Apfel und der Erkenntnis genau und wer hat hier eigentlich wen versucht?
War das gut oder schlecht?
Aber das konnte sie ja erst hinterher wissen…

Hier also meine “Versuchung”- oder auch “Nicht-Versuchung” – mit skeptischen Blicken beiderseits…

Mal wieder flaniert: Kunsthaus Bethanien – Derridas Katze

Nach einigem Zögern habe ich mich gestern mal zur Vernissage im “Kunstraum Kreuzberg” im Kunsthaus Bethanien bewegt. Ansich ist das nicht “meine Welt” und als ich gestern da war, hat sich das mal wieder bestätigt.

Nicht, dass die Ausstellung nicht interessant gewesen wäre, einige Objekte haben mir sogar gut gefallen, aber es ist einfach so:
Konzeptkunst ist nicht meins!
Die Ausstellung beschäftigt sich mit der Beziehung zwischen Mensch und Haustier, wobei der Begriff “HAUS”tier dann doch recht weiträumig interpretiert wurde. Schöne Arbeiten aber auch einiges, wo ich gar nicht mit kann. Gefallen haben mir die Ergebnisse eines Workshops, in dem Leute sich mit ihrem inneren Tier befassen sollten und Masken ausPapier dazu gebaut haben, großartige Riesenmasken, sozusagen aufsetzbare Fabeltierköpfe, das hat mich beeidruckt und angeregt.
Einige Film-und Textarbeiten und das gesammelte Wasser der Seen in und um Berlin sind eher an mir vorbeigegangen beziehungsweise ich an ihnen. Mit dem “Asselheim” hatte ich auch nicht viel Spaß, ein paar kleine Environments und einige Fotoarbeiten mit “wichtiger” Botschaft haben mir durchaus wieder gefallen.
Jetzt mag ja der eine oder andere geneigte Leser sagen, was heisst hier “gefallen”? Wenn es darum ging in der (Konzept-)Kunst…

…Aber eins ist klar:
Ich liebe das Sinnliche an der Kunst, in derKunst und um die Kunst herum. Ich mag Farbe, Pigmente, die Auseinandersetzung mit meiner Leinwand oder meinem Blatt Papier, die spielerische Verknüpfung von Gedanken und Assoziationen. Es darf ja gerne auch mal “intellektuell” werden, aber das als Grundkonzept ist mir einfach nicht genug. Auch Installationen und Objekte sind bei mir gerne so gestaltet, dass ich mehr Freude daran habe, als einem tollen, genialen oder abstrusen Gedanken zu folgen. Ich bin da einfach anders…
Es lebe die Vielfalt! Das ist das Schöne an der Kunst…

Atelier Ariane Zuber im Januar 2010

Guter Vorsatz im Neuen Jahr und das Rilke-Projekt

So ein Neues Jahr fängt ja gerne mal mit guten Vorsätzen an…Etwas mehr Ordnung wäre gut, dachte sich die Frau Zuber und begann ihr Atelier umzuräumen um die vielen Bilder besser zu verstauen und die Wand für die neuen Bilder frei zu machen.

Das hat sich gelohnt, wie ich finde. Nebenbei kann man auch hervorragend seine Gedanken ordnen, Entscheidungen treffen, planen…

Und dann fand ich wie zur Belohnung das “Rilke-Projekt” – Gedichte von Rilke gesprochen und gesungen, mit Musik unterlegt oder betont – und ich bin sehr begeistert davon. Geht jetzt gerade hervorragend ins Ohr und ins Herz, wunderbar beim Malen.
Der Januar ist gerettet 😉

Ach, in meinem wilden Herzen nächtigt obdachlos die Unvergänglichkeit… sagt Rilke. Was – oder wer – nächtigt wohl in meinem wilden Herzen? Ich denke mal drüber nach…wenn es denn ein wildes Herz ist…