Die Mondnacht von Ariane Zuber, Öl auf Leinwand, 120x55 cm

Vom Abschied nehmen und los lassen

Bei meinem letzten Text sprach ich von Überraschungen , die gestalteten sich in den letzten Wochen auch in Zusammenhang mit der Wiederbegegnung mit einem Menschen, den ich lange nicht in meinem Leben hatte, spannend, bereichernd, wurden dann aber sehr herausfordernd und ich brauchte eine Pause vom Schreiben und Malen.

Ich hatte eine kurze Zeit mit diesem für mich lange “verschollenen” Menschen und der Tag für den endgültigen Abschied war da. Auch überraschend, aber bei genauerer Betrachtung vielleicht doch nicht, letztlich wissen wir alle um die Tatsache des letzten Ganges und doch ist es oft unerwartet, wahrscheinlich blenden wir es einfach aus.

Die seit Ende Mai 2019 gewonnene Erfahrung war gut und wichtig für mich, die Auseinandersetzung mit  Verlust und dem Gedanken der Ruhe, die auf die eine oder andere Weise einkehrte, fand in einem Bild Ausdruck.

Im Wald allein…

Ariane Zuber – Im Wald allein – Ei-Tempera/Öl auf Leinen

Nach der Meister-Kopie eine meiner eigenen neueren Arbeiten. Diese passt für mich zur Jahreszeit…

Landschaften mag ich einfach, auch wenn es nur eine kleine Serie dazu gibt, dafür große Bilder – immerhin 150 cm breit – die Strukturen und das mystisch-mysteriöse Waldgefühl, das mir vorschwebte, haben lange gebraucht. Die Fertigstellung des Bildes lag bei über zwei Jahren, weil ich es auch immer mal wieder beiseite gestellt habe, bis ich wusste,wie es weitergehen soll…

Mich beschäftigt die Natur, der Umgang des Menschen mit ihr und die gelegentlich geradezu wunderbare und manchmal mystische Schönheit, die uns in der Natur zeitweise umgibt. Auf diesem Bild geht es um genau eine dieser Schönheiten. andere Arbeiten aus der Serie thematisieren aber auch Klimawandel oder die beängstigende Gewalt des Wassers.