TRauerweide, Öl auf Leinwand von Ariane Zuber

Die Trauerweide

Die Manier an mehreren Bildern gleichzeitig zu arbeiten, weil Farben trocknen müssen oder ich an einem Punkt bin, wo mir noch nicht gaz klar ist, wie ich an dem Bild weiter arbeiten will, hat sich als gute Strategie erwiesen…Momentan arbeite ich an einem größeren und sehr detailreichen Bild, da brauche ich ab nd zu eine “Pause”.

Hier kam noch dazu, dass ich ein altes Buch über Ölmalerei bekommen habe, in dem viele spannende Farbmischungen stehen, wie man welche Farbe in der Landschaft einsetzt, welche Lichtstimmung, welche Farbe und wie man das alles gut kombiniert…spannend und da habe ich mal ein paar Vorschläge ausprobiert – das Ergebnis gefällt mir gut.

Es passt auch gut in die Serie der kleinen quadratischen Arbeiten, die ich bereits vor längerer Zeit angefangen habe. Dieses ist – wie die anderen –  30×30 cm, Öl auf Leinwand und mit einer massiven Schattenfuge in schwarz gerahmt. In meinem Etsy-Shop

Krukenburg, Öl auf Leinen von Ariane Zuber, 80x80 cm

Die Krukenburg in Helmarshausen

In dieser Region hier, am nördlichsten Zipfel Nordhessens in dem Talkessel Bad Karlshafen ist mir eines immer wieder aufgefallen: Dramatische Himmelssituationen. Ich staune immer wieder, was die Natur da so an den Himmel zaubert und ich denke jedes Mal, wenn ich das auf die Leinwand bringe, dass mir das sowieso keiner glaubt 😉 aber es macht auch nichts, wer’s nicht glaubt, besuche die Region…

Die Krukenburg, die ich schon öfter in verschiedenen Varaitionen aund aus unterschidlichen Perspektiven gemalt habe, liegt zwar auf dem Berg, aber dennoch sieht man auch da hin und wieder unglaubliche Wolken-Konstellationen. Diesmal habe ich auch mal wieder das volle Programm durchgezogen, mit von Hand aufgespanntem Leinen, vorgeleimt und grundiert…und auch in groß, nämlich 80×80 cm

Jugendstil, Tischstaffelei, Ariane Zuber

Dankeschön…

Das Leben ist voller Überraschungen und oft sind die auch richtig schön, so erhielt ich vorgestern eine Benachrichtigung über eine nicht zugestellte Sendung, die ich ab Samstag abholen könnte. Ich überlegte eine Weile und hatte keine Ahnung, was diese Sendung beinhalten könnte, ich hatte nichts bestellt, Geburtstag ist auch gerade nicht, Weihnachten schon eine Weile her…

Also ging ich Samstagmorgen zur Ausgabestelle von DHL und bekam ein längliches Päckchen ausgehändigt. Zuhause stellte ich fest, dass mir Rita aus Düsseldorf eine wunderschöne kleine Tischstaffelei aus Eisen geschenkt hat. Eine wirklich freudige Überraschung von einer Frau, die ich – glaube ich – nicht näher kenne, aber vielleicht war sie mal in meinem Atelier? Auf jeden Fall sage ich: DANKESCHÖN!
Wo ich doch gerade über die Qualität alten Malwerkzeugs und Ausrüstung geschrieben hatte, auch diese Staffelei aus der Zeit des Jugendstil ist eben nicht nur zweckmäßig, sondern auch sehr schön dabei und ich freue mich sehr über das schöne Stück. Sie steht an einem schönen Platz und trägt eines meiner früheren kleinen Bilder…

Aquarellkasten von Ariane Zuber

Manchmal ist alt besser als neu

Es ist nicht so, dass ich sagen würde, früher war alles besser, aber einige Dinge schon… Gerade was Künstler-Ausrüstung angeht habe ich schon öfter festgestellt, dass die alten Werkzeuge die besseren sind. Angefangen bei Holzpaletten – einfach besser, liegen besser in der Hand, sind stabil und leichter zu reinigen – somit nachhaltig, weil unverwüstlich. Gefolgt von Mal- und Farbkästen, ich habe einen alten kleinen Wandermalkasten um unterwegs Ölskizzen auf kleinen Holzplatten anfertigen zu können – unschlagbar praktisch mit Gürtelschlaufe aus Leder und mit raffinierter Transportvorrichtung der feuchten Malerplatte im Deckel und ebenfalls unverwüstliche Qualität und seit kurzem nun meine neueste “alte Errungenschaft”:

Ein alter Aquarellkasten zum Aufklappen, durch die Scheren-Aufklapp-Funktion hält der Inhalt auch ohne Probleme, weil alles haarfein passt – toll!
Ich habe unter den modernen Produkten nichts Vergleichbares gefunden und gehe jetzt gleich mal doppelt motiviert an kleine Entwürfe oder Aquarelle …

Buch Elise Polko Künstlermaerchen

Lesen über Kunst

Zeiten wie diese: Zeit zum Malen, Zeit zum Lesen – sonst lese ich auch, aber in Zeiten wie diesen nehme ich auch mal ein Buch, für das ich beim Lesen etwas mehr Zeit brauche, weil es nämlich in Frakturschrift gedruckt ist.

Ich lese gerne Bücher über KünstlerInnen, es gibt ja mittlerweile mehr Bücher über Kunst, neben kunstgeschichtlichen Werken auch mehrere Romane. Aber traurigerweise sind viele Werke über Künstler staubtrocken oder auch langweilig, da wird erzählt, wie und was der Künstler gemalt (ich lese hauptsächlich über Maler/innen) hat, vielleicht noch mit welchen Materialien gearbeitet wurde, ganz wichtig heute: Wen er/sie kannte und das er/sie mal die gleiche Luft wie ein WIRKLICH berühmter Zeitgenosse aus der Kunstszene geatmet hat….alles schön und gut, interessiert mich auch, aber mich interessiert eben noch mehr etwas über die Persönlichkeit des Kunstschaffenden, gerne auch ein paar Informationen über die mit der Person verbundenen gesellschaftlichen Bedingungen – das findet man selten.

Aber in der alten Literatur aus dem 19. Jahrhundert bin ich fündig geworden: Elise Polko – Künstlermärchen und Malernovellen. Ich habe es bei meinem Nachbarn auf der anderen Seite des Kanals, dem Antiquariat Buch Schäfer gefunden, ich stöbere da immer gern und fand dort das Buch, dass sich mit Begebenheiten um Maler beschäftigt. Dürer, Rembrandt, Rubens und van Eyck und einige mehr – auch Malerinnen übrigens. Die Geschichten sind sicher ein wenig ausgeschmückt und romantisiert, aber lesen sich sehr unterhaltsam mit dem leicht altmodischem Flair.
Was mir beim Lesen auffällt ist, wie sehr ich das Bild des Künstlers im Wandel der Zeit verändert hat.

Künstler waren – so scheint es mir nicht nur beim Lesen dieses Buches – damals viel selbstverständlicher in der Gesellschaft integriert, Kunst – auch als Handwerk betrachtet, war den Menschen näher, Häuser (innen und außen) wollten bemalt werden, Schilder und Schilde, Dekorationen und Porträts…all das neben den oft kirchlichen Aufträgen von auch mal großem Umfang. Natürlich fand man die Künstler und Künstlerinnen auch durchaus “speziell” aber sie gehörten dazu, auch ihre Ideen zu anderen Themen waren gefragt, diplomatische Aufgaben wurden ihnen durchaus auch mal anvertraut. Natürlich ändern sich die Dinge und die Gesellschaft, mal vorteilhaft, mal weniger vorteilhaft: Für mich ein spürbarer Wandel im Vergleich zu heute.

Wer also wie ich, gerne mal ein bißchen bunter und menschlicher beschrieben liest, dem kann ich das Buch nur ans Herz legen, wie ich festgestellt habe, ist es mehrmals aufgelegt worden und erfreut sich wohl immer noch einiger Beliebtheit – zurecht.