TRauerweide, Öl auf Leinwand von Ariane Zuber

Die Trauerweide

Die Manier an mehreren Bildern gleichzeitig zu arbeiten, weil Farben trocknen müssen oder ich an einem Punkt bin, wo mir noch nicht gaz klar ist, wie ich an dem Bild weiter arbeiten will, hat sich als gute Strategie erwiesen…Momentan arbeite ich an einem größeren und sehr detailreichen Bild, da brauche ich ab nd zu eine “Pause”.

Hier kam noch dazu, dass ich ein altes Buch über Ölmalerei bekommen habe, in dem viele spannende Farbmischungen stehen, wie man welche Farbe in der Landschaft einsetzt, welche Lichtstimmung, welche Farbe und wie man das alles gut kombiniert…spannend und da habe ich mal ein paar Vorschläge ausprobiert – das Ergebnis gefällt mir gut.

Es passt auch gut in die Serie der kleinen quadratischen Arbeiten, die ich bereits vor längerer Zeit angefangen habe. Dieses ist – wie die anderen –  30×30 cm, Öl auf Leinwand und mit einer massiven Schattenfuge in schwarz gerahmt. In meinem Etsy-Shop

Ariane Zuber - Krukenburg, Öl auf Leinwand 50x70cm

Krukenburg – Perspektivenwechsel

Krukenburg – Sicht aus dem ehemaligen Burggraben

In der gefühlten Bedrohung durch den Corona-Virus gewinnt der Spruch “My home is my castle” mehr an Gewicht…aber trotz allem oder gerade deswegen ist ein Spaziergang an der frischen Luft doch was Herrliches, zumal uns zur Zeit richtig freundliches Frühlingswetter vergönnt ist. vielleicht auch mal neue Pfade gehen und nicht den ausgetretenen und womöglich stark frequentierten Weg nehmen und neue Perspektiven finden oder gar schaffen…

Meine Faszination für alte Gemäuer ist nach wie vor vorhanden und die Krukenburg steht ja nun mal quasi direkt vor meiner Tür. Hier mal eine nicht so geläufige Sicht aus dem ehemaligen Burggraben. Im Gebüsch darunter ist einiges los, kleine Bewohner der “anderen Welt” haben sich darin ihren Platz gesucht… 50×70 cm, ÖL auf Leinwand

Stilleben mit Teerose von Ariane Zuber, Öl auf Leinen

Fragmente einer Erinnerung

Allerorten hört und liest man von “Reduktion”, man soll Ballast abwerfen, Minimalismus ist angesagt…aber was genau bedeutet das? Sich von Gegenständen trennen, die man nicht braucht? Feststellen, was einem wirklich wichtig ist? Wenn mir etwas gefällt, darauf zu verzichten, weil ich es nicht “brauche”? Wie bei so vielen Schlagworten und Trends besteht da Bedarf zu hinterfragen.

Ich habe früher mehr “angesammelt”, Erinnerungsstücke, viel mehr Bücher, viele Dinge für meine kreative Arbeit…
Viel gekauft und ungenutzt wieder wegegeben oder Lebensmittel weg geworfen habe ich hingegen kaum, weil ich schon immer fand, dass ich nicht alles haben muss und auch nicht jedem Modetrend hinterher laufen will und ich bei Lebensmitteln lieber mehrmals in der Woche einkaufe als einmal und dann zuviel wegwerfen muss, weil ich mich verschätzt, etwas verdorben oder ich einfach keine Zeit dafür gehabt habe, das aufwändige Gericht zu kochen…aber, wie gesagt, man muss für sich selbst herausfinden, wie minimalistisch man leben mag und auf was man nicht verzichten will.

Mittlerweile bin ich tatsächlich auch bei Büchern bewusster, nicht alles, was ich gelesen habe, muss ich besitzen oder aufbewahren, auch mit Erinnerungsstücken bin ich sparsamer, ebenso mit Fotos. Mehr und mehr verarbeite ich Erinnerungen in meinen Kalenderbüchern oder in meinen Bildern. Da habe ich auch lange was von, die Bücher nutze ich und schaue durch, die Bilder sehe ich an und beim Verarbeiten verbringe ich viel Zeit mit einer schönene Erinnerung, was sie intensiviert. So wie bei den hier bereits vorgestellten Erinnerungsbildern an Spaziergänge, oder bei diesem neuen Stillleben dass mich an vergänglichen Rosenduft und eine Kindheitserinnerung denken lässt. Dazu habe ich eine Schattenfuge in Mint-Grün gestaltet und mit Craquelé-Lack überzigen, so dass es an Seladon-Keramik erinnert – passend zu der asiatischen Figur. In meinem Shop erhältlich…

Trendelburg, Öl auf Leinwad (50x70cm) von Ariane Zuber

Trendelburg im Nebel

Ich bin gerne draußen, spazieren gehen oder wandern, die Landschaft auf mich wirken lassen. Interessanterweise beobachte ich allerdings vermehrt in diversen Medien, dass einfach nur “spazieren gehen” nicht wirklich populär zu sein scheint…

Bäume umarmen?

Heute geht man “Waldbaden”, Bäume umarmen”, man “geht den Jakobsweg aus ganz wichtigen Gründen”, der Wald soll “therapieren” – aber einfach nur spazieren geht man scheinbar nicht mehr.

Ich frage mich, was mit dem Selbstverständlichkeit passiert ist, dass Bewegung an der frischen Luft gut tut? Ich rede hier nicht von Sport, Wettstreit, schnell von A nach B etc., ich rede von Spazierengehen zum Atmen und Denken.
Ich gehe einfach so in den Reinhardswald oder Solling, weil es mir gut tut und ich wohne unter anderem deswegen in Bad Karlshafen, weil ich hier einfach in den Wald gehen kann, der Wald umarmt mich bzw. die Stadt und das gefällt mir gut.

Einer der letzten Spaziergänge in 2019 führte über einen Wanderweg mit mehreren Burgenansichten, einer davon hat es mir besonders angetan. die nebelverhangene Landschaft, der unglaubliche Baum und die romantische Burg…