Bäume, Öl auf Leinwand, Ariane Zuber, je 30x30 cm

Bäume…

Manchmal arbeite ich an mehreren Bildern gleichzeitig und gelegentlich komme ich dann an den Punkt, wo ich mir noch nicht im Klaren bin, wie es mit einem Bild weitergehen soll…um dann aber doch mal was fertig gestellt zu haben, male ich kleine “schnelle” Bilder, wie diese vier Baumstudien, die in den letzten Wochen entstanden sind. Ich probiere bei diesen kleinen Arbeiten auch einfach mal was aus, zum Beispiel, wie bestimmte Farbschichten wirken oder ob sie überhaupt zusammen passen…Die vier hier sind alle 30×30 cm, Öl auf Leinwand…

Gewitter im Urwald, Malerei von Ariane Zuber, 40x50 cm, Öl auf Leinwand

Traum vom Urwald

Gewitterstimmungen faszinieren mich oft in ihrer Farbdramatik. Gerade in der Region um Bad Karlshafen sieht man oft die tollsten Himmelskulissen. Diese gerade entstandene ist allerdings nicht hier zu finden, es ist mal wieder eine innere Landschaft…40×50 cm, Öl auf Leinwand.

Die Mondnacht von Ariane Zuber, Öl auf Leinwand, 120x55 cm

Vom Abschied nehmen und los lassen

Bei meinem letzten Text sprach ich von Überraschungen , die gestalteten sich in den letzten Wochen auch in Zusammenhang mit der Wiederbegegnung mit einem Menschen, den ich lange nicht in meinem Leben hatte, spannend, bereichernd, wurden dann aber sehr herausfordernd und ich brauchte eine Pause vom Schreiben und Malen.

Ich hatte eine kurze Zeit mit diesem für mich lange “verschollenen” Menschen und der Tag für den endgültigen Abschied war da. Auch überraschend, aber bei genauerer Betrachtung vielleicht doch nicht, letztlich wissen wir alle um die Tatsache des letzten Ganges und doch ist es oft unerwartet, wahrscheinlich blenden wir es einfach aus.

Die seit Ende Mai 2019 gewonnene Erfahrung war gut und wichtig für mich, die Auseinandersetzung mit  Verlust und dem Gedanken der Ruhe, die auf die eine oder andere Weise einkehrte, fand in einem Bild Ausdruck.

Märchenwaldbewohner, Öl auf Leinwand von Ariane Zuber

Das Leben ist voller Überraschungen…

…das konnte ich in den letzten vier Wochen erneut feststellen 🙂 und ich freue mich!

Bevor die Überraschung vor meiner Tür stand, habe ich noch an einem Bild gearbeitet, eine Arbeit aus dem Märchenlande, die zeigt, dass auch Landschaften voller Überraschungen sein können.

Öl auf Leinwand, 50×70 cm.

Marienbildnis von Ariane Zuber, Öl auf Leinen, 140x115 cm

Maria im Mai

Marienbildnis, 140×115 cm, Öl auf Leinen

Vor Jahren habe ich mich künstlerisch mit religösen Themen auseinander gesetzt, verschiedene Aspekte beleuchtet und verschiedene Frauen aus der Bibel dargestellt – darunter auch eine andere Version von Maria. Dann kam Religion nicht nur wieder “in Mode”, sondern wurde ein ganz sensibles Thema. Die religiöse Anschauung des Einzelnen wurde Thema, aber nicht in belebender Diskussion, vielmehr oft mit Aggressionen und Gewalt verbunden, was für mich persönlich schwer nachzuvollziehen ist. Diese gesellschaftliche Entwicklung hat zu einer Beendigung dieser künstlerischen Arbeitsphase geführt.

Gesellschaftliche Entwicklung

Es ist mir schon klar, dass in Zeiten, wie diesen Religion, oder Spiritualität eine wichtigere Rolle im Leben des Einzelnen spielt, da die individuellen Lebensumstände im Rahmen einer sich wandelnden Gesellschaft Neuorientierung erfordern, da ist Religion sicher ganz weit vorne. Aber für mich ist Religion/Spiritualität etwas ganz Privates und ich muss es weder jedem auf die Nase binden noch würde ich jemandem gewaltsam von meinem Glauben überzeugen wollen.

Glaube ist meiner Meinung nach nichts, was mit Gewalt und Aggression vermittelt werden kann, wenn überhaupt, entweder mit Überzeugung durch Vorbild oder mittels Diskussion und Diskurs oder auch durch lesen und studieren, aber es ist was es ist: Eine Frage des GLAUBENS, Glaube ist eine der persönlichsten Dinge überhaupt, denn es gibt keinerlei allgemeingültigen Beweise dafür, ob und wenn, wer Recht hat oder welche Form von Gottheiten existieren und alle ärchälogischen und sonstigen wissenschaftlichen Funde und Wissenssplitter sind immer noch mannigfaltig interpretierbar.

In meinem Atelier

Doch zurück zu meiner künstlerischen Arbeit, zwei Bilder aus dieser Zeit standen noch angefangen in meinem Atelier, eines davon habe ich übermalt, das andere hätte beinahe dasselbe Schicksal erlitten, aber ein mir sehr wichtiger Mensch hat mich davon abgehalten. So habe ich das Bild nun nur teilweise übermalt und vollendet, ganz passend zum Marien-Monat Mai also mein Marienbildnis.
Das Gemälde hat sich im Laufe der Jahre verändert und entwickelt, am ehesten geht es für mich bei dem Bild um Stille und Kontemplation, um eine Art inneren Frieden, denn das ist es, was meiner bescheidenen Meinung nach wichtig ist, dass der persönliche Glaube dem einzelnen Menschen seinen Frieden und Halt gibt, denn dann besteht keinerlei Notwendigkeit zu Aggression, Gewalt oder Missionierung.