Märchenwaldbewohner, Öl auf Leinwand von Ariane Zuber

Das Leben ist voller Überraschungen…

…das konnte ich in den letzten vier Wochen erneut feststellen 🙂 und ich freue mich!

Bevor die Überraschung vor meiner Tür stand, habe ich noch an einem Bild gearbeitet, eine Arbeit aus dem Märchenlande, die zeigt, dass auch Landschaften voller Überraschungen sein können.

Öl auf Leinwand, 50×70 cm.

Marienbildnis von Ariane Zuber, Öl auf Leinen, 140x115 cm

Maria im Mai

Marienbildnis, 140×115 cm, Öl auf Leinen

Vor Jahren habe ich mich künstlerisch mit religösen Themen auseinander gesetzt, verschiedene Aspekte beleuchtet und verschiedene Frauen aus der Bibel dargestellt – darunter auch eine andere Version von Maria. Dann kam Religion nicht nur wieder “in Mode”, sondern wurde ein ganz sensibles Thema. Die religiöse Anschauung des Einzelnen wurde Thema, aber nicht in belebender Diskussion, vielmehr oft mit Aggressionen und Gewalt verbunden, was für mich persönlich schwer nachzuvollziehen ist. Diese gesellschaftliche Entwicklung hat zu einer Beendigung dieser künstlerischen Arbeitsphase geführt.

Gesellschaftliche Entwicklung

Es ist mir schon klar, dass in Zeiten, wie diesen Religion, oder Spiritualität eine wichtigere Rolle im Leben des Einzelnen spielt, da die individuellen Lebensumstände im Rahmen einer sich wandelnden Gesellschaft Neuorientierung erfordern, da ist Religion sicher ganz weit vorne. Aber für mich ist Religion/Spiritualität etwas ganz Privates und ich muss es weder jedem auf die Nase binden noch würde ich jemandem gewaltsam von meinem Glauben überzeugen wollen.

Glaube ist meiner Meinung nach nichts, was mit Gewalt und Aggression vermittelt werden kann, wenn überhaupt, entweder mit Überzeugung durch Vorbild oder mittels Diskussion und Diskurs oder auch durch lesen und studieren, aber es ist was es ist: Eine Frage des GLAUBENS, Glaube ist eine der persönlichsten Dinge überhaupt, denn es gibt keinerlei allgemeingültigen Beweise dafür, ob und wenn, wer Recht hat oder welche Form von Gottheiten existieren und alle ärchälogischen und sonstigen wissenschaftlichen Funde und Wissenssplitter sind immer noch mannigfaltig interpretierbar.

In meinem Atelier

Doch zurück zu meiner künstlerischen Arbeit, zwei Bilder aus dieser Zeit standen noch angefangen in meinem Atelier, eines davon habe ich übermalt, das andere hätte beinahe dasselbe Schicksal erlitten, aber ein mir sehr wichtiger Mensch hat mich davon abgehalten. So habe ich das Bild nun nur teilweise übermalt und vollendet, ganz passend zum Marien-Monat Mai also mein Marienbildnis.
Das Gemälde hat sich im Laufe der Jahre verändert und entwickelt, am ehesten geht es für mich bei dem Bild um Stille und Kontemplation, um eine Art inneren Frieden, denn das ist es, was meiner bescheidenen Meinung nach wichtig ist, dass der persönliche Glaube dem einzelnen Menschen seinen Frieden und Halt gibt, denn dann besteht keinerlei Notwendigkeit zu Aggression, Gewalt oder Missionierung.

Baumstudien von Ariane Zuber, 30x30 cm, Öl auf Leinwand

Der Baum “auf die Schnelle”

Momentan bereite ich meine kommende Ausstellung vor: Im Gästeraum des Rathause von Bad Karlshafen, der wie ein Gewölbe anmutet, werden zur Hafeneröffnungsfeier am 11. Mai einige meiner Arbeiten zu sehen sein. Ich freue mich drauf.

Zur Zeit arbeite ich also an Bildern speziell für den erwähnten Anlass, aber zwischendurch, wenn ich mal eine Idee habe oder Abstand zu deiner großen Arbeit gewinnen muss, male ich kleine spontane Ölbilder, die man vermutlich als Ölskizzen bezeichnen könnte. Da mein Lieblingsthema zur Zeit Landschaft und Bäume sind, ist klar, was ich dann male 😉

Kurze Anmerkung zur Geschichte der Ölskizzen

Viele Maler setzten seit Jahrhunderten farbige Ölskizzen, um mit Auftraggebern zu kommunizieren oder die eigenen Bildideen zu konkretisierten.

Ölskizzen fanden wohl zuerst im Italien im des 16. Jahrhundert ihren Anfang, Künstler wie Caravaggio, Tintoretto oder Veronese waren mit die ersten Maler, die die farbigen Skizzen als Kommunikationsmittel beispielsweise mit Auftraggebern einsetzten. Im Allgemeinen war es ja eher üblich, großformatige Werke mit Zeichnungen vorzubereiten.

Auch Peter Paul Rubens, der diese Art des Arbeitens vermutlich während seines ersten, langen Italienaufenthalts kennen lernte, setzte diese während seines langjährigen Schaffens egelmäßig ein.

Ich finde…

…grundsätzlich sind Ölskizzen prima, um Ideen zu überprüfen, verschiedene Lichtverhältnisse und Farbgebungen auszuprobieren, sie dienen aber auch als gute Vorbereitung. Diese beiden Ölskizzen sind 30x 30 cm groß, Öl auf Leinwand.

Mondnacht, Gemälde von Ariane Zuber, Öl auf Leinwand, 60x80 cm

Mondnacht

Mondnacht…

Ein Gedicht von Joseph Freiherr von Eichendorff …besonders schön darin:

…Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus…

Die Bilder zeigen sich mir oft “zwischen Tag und Traum”, so auch dieses hier…
Öl auf Leinwand, 60×80 cm

Kamneiche, Öl auf Leinwand, 80 x 100 cm, Ariane Zuber

Die alte Eiche

Der Urwald bei der Sababurg ist ein ganz besonderer Wald, als Teil des Reinhardswaldes ist er ein ganz besonders Fleckchen Erde. Der Gedanke, dass ein Teil des Reinhardswaldes für Windräder gerodet werden soll, gefällt mir ganz und gar nicht.

Warum…

..frage ich mich. Der Wald ist ein wichtiger Bestandteil der Natur und  – wenn wir mal in Kosten und Nutzen rechnen wollen, wie das heute alle so gerne tun – als wichtigster Teil unseres Lebensraumes sorgt der Wald nicht nur für gute Luft und Wohlbefinden, er ist auch Kulturerbe und beherbergt viele Tiere und Insekten.

Das ausgerechnet die “grüne Lunge” dem scheinbar sehr dringenden Wunsch vieler Leute nach E-Bikes für jedermann und mehr Mobiltelefonen sowie fernsteuerbaren Heizungen und vielen anderen Dingen, die man meines Erachtens nicht dringend zum Leben braucht, zum Opfer fallen soll, will mir nicht in den Kopf.

Mir fällt dabei ein Lied von Alexandra ein: Mein Freund der Baum … Ihr wisst ja, wie es weiter geht.

Nachdem ich die Eiche letztes Jahr als Entwurf in klein auf Leinwand gebracht habe, habe ich sie nun in groß umgesetzt. Diese alte Eiche steht im Urwald und ich hoffe, sie lebt dort noch lange und gut…Ei-Tempera/Öl auf Leinwand, 80×100 cm