Ariane Zuber - Krukenburg, Öl auf Leinwand 50x70cm

Krukenburg – Perspektivenwechsel

Krukenburg – Sicht aus dem ehemaligen Burggraben

In der gefühlten Bedrohung durch den Corona-Virus gewinnt der Spruch “My home is my castle” mehr an Gewicht…aber trotz allem oder gerade deswegen ist ein Spaziergang an der frischen Luft doch was Herrliches, zumal uns zur Zeit richtig freundliches Frühlingswetter vergönnt ist. vielleicht auch mal neue Pfade gehen und nicht den ausgetretenen und womöglich stark frequentierten Weg nehmen und neue Perspektiven finden oder gar schaffen…

Meine Faszination für alte Gemäuer ist nach wie vor vorhanden und die Krukenburg steht ja nun mal quasi direkt vor meiner Tür. Hier mal eine nicht so geläufige Sicht aus dem ehemaligen Burggraben. Im Gebüsch darunter ist einiges los, kleine Bewohner der “anderen Welt” haben sich darin ihren Platz gesucht… 50×70 cm, ÖL auf Leinwand

Stilleben mit Teerose von Ariane Zuber, Öl auf Leinen

Fragmente einer Erinnerung

Allerorten hört und liest man von “Reduktion”, man soll Ballast abwerfen, Minimalismus ist angesagt…aber was genau bedeutet das? Sich von Gegenständen trennen, die man nicht braucht? Feststellen, was einem wirklich wichtig ist? Wenn mir etwas gefällt, darauf zu verzichten, weil ich es nicht “brauche”? Wie bei so vielen Schlagworten und Trends besteht da Bedarf zu hinterfragen.

Ich habe früher mehr “angesammelt”, Erinnerungsstücke, viel mehr Bücher, viele Dinge für meine kreative Arbeit…
Viel gekauft und ungenutzt wieder wegegeben oder Lebensmittel weg geworfen habe ich hingegen kaum, weil ich schon immer fand, dass ich nicht alles haben muss und auch nicht jedem Modetrend hinterher laufen will und ich bei Lebensmitteln lieber mehrmals in der Woche einkaufe als einmal und dann zuviel wegwerfen muss, weil ich mich verschätzt, etwas verdorben oder ich einfach keine Zeit dafür gehabt habe, das aufwändige Gericht zu kochen…aber, wie gesagt, man muss für sich selbst herausfinden, wie minimalistisch man leben mag und auf was man nicht verzichten will.

Mittlerweile bin ich tatsächlich auch bei Büchern bewusster, nicht alles, was ich gelesen habe, muss ich besitzen oder aufbewahren, auch mit Erinnerungsstücken bin ich sparsamer, ebenso mit Fotos. Mehr und mehr verarbeite ich Erinnerungen in meinen Kalenderbüchern oder in meinen Bildern. Da habe ich auch lange was von, die Bücher nutze ich und schaue durch, die Bilder sehe ich an und beim Verarbeiten verbringe ich viel Zeit mit einer schönene Erinnerung, was sie intensiviert. So wie bei den hier bereits vorgestellten Erinnerungsbildern an Spaziergänge, oder bei diesem neuen Stillleben dass mich an vergänglichen Rosenduft und eine Kindheitserinnerung denken lässt…

Trendelburg, Öl auf Leinwad (50x70cm) von Ariane Zuber

Trendelburg im Nebel

Ich bin gerne draußen, spazieren gehen oder wandern, die Landschaft auf mich wirken lassen. Interessanterweise beobachte ich allerdings vermehrt in diversen Medien, dass einfach nur “spazieren gehen” nicht wirklich populär zu sein scheint…

Bäume umarmen?

Heute geht man “Waldbaden”, Bäume umarmen”, man “geht den Jakobsweg aus ganz wichtigen Gründen”, der Wald soll “therapieren” – aber einfach nur spazieren geht man scheinbar nicht mehr.

Ich frage mich, was mit dem Selbstverständlichkeit passiert ist, dass Bewegung an der frischen Luft gut tut? Ich rede hier nicht von Sport, Wettstreit, schnell von A nach B etc., ich rede von Spazierengehen zum Atmen und Denken.
Ich gehe einfach so in den Reinhardswald oder Solling, weil es mir gut tut und ich wohne unter anderem deswegen in Bad Karlshafen, weil ich hier einfach in den Wald gehen kann, der Wald umarmt mich bzw. die Stadt und das gefällt mir gut.

Einer der letzten Spaziergänge in 2019 führte über einen Wanderweg mit mehreren Burgenansichten, einer davon hat es mir besonders angetan. die nebelverhangene Landschaft, der unglaubliche Baum und die romantische Burg…

 

 

Krukenburg, Mischtechnik auf Leinwand, 20x20cm, von Ariane Zuber

Kleine Landschaft – Krukenburg

In meinem letzten Beitrag über Landschaftsbilder zur Erinnerung habe ich schon eine Ansicht der Krukenburg vorgestellt, auch wenn man es nicht gleich erkennt. Hier nun ein weiteres kleines Bild, eher klassisch und lieblich in der Ansicht, in der Größe 20×20 cm von der Krukenburg, die ich immer wieder schön finde.

Krukenburg/Kruckenburg

Das Besondere an der Krukenburg ist  die in der Burganlage ab 1107 errichtete Kirche, deren Vorbild in Jerusalem steht. Der Rundbau in Form eines Kreuzes, auch Zentralbau genannt, neben dem Vorbild Grabeskirche gibt es nur eine weitere Kirche dieser Bauart, die steht in Paderborn (Busdorfkirche), aber man sieht nur noch wenige Reste davon, eine weitere Kirche wurde darüber erbaut.

Die Krukenburg besteht noch aus dem „Paderborner Haus“ und dem „Mainzer Haus“, von beidem nur noch Reste, außerdem der Bergfried, den man heute noch begehen kann. Seit dem 17. Jahrhundert wurde die Burg dem Verfall überlassen, diente als Spenderin für Baumaterial – das Übliche. Die Krukenburgruine wurde dann jedoch in den 1970er Jahren ein wenig restauriert und so steht sie noch heute…

Blick zur Krukenburg, 18x24 cm von Ariane Zuber

Kleine Landschaftsbilder – Erinnerungen

Letztes Jahr hatte ich angefangen, kleine Bilder mit Bäumen als Studien zu malen, mehr so aus der Erinnerung heraus und um Wirkungen und auch Farbstimmungen zu testen. Das hat Freude bereitet und mich auf die Idee gebracht, nach mancher meiner Spaziergänge ZUR Erinnerung zu malen.

Man erinnert sich viel zu oft an etwas Negatives…

…aber viel schöner ist es doch, sich an etwas Positives zu erinnern und es sogar festzuhalten – nicht nur mit der Kamera, sondern auf kleinen Leinwänden. Hier ist eines davon, entstand im Dezember letzten Jahres

Inzwischen hat das Neue Jahr, das gleichzeitig der Beginn einer neuen Dekade ist, begonnen und ich hoffe, es schenkt uns schöne Ansichten und gute Aussichten und die Möglichkeit, schöne und kostbare Momente zu erleben und uns daran lange freudig zu erinnern…