Welt unterm Himmelszelt

Eine Bildidee, an der ich schon länger arbeitete und immer wieder beiseite gestellt habe, hat nun ihre Vollendung gefunden und ziert die Wände meines Ateliers.
Türme und alte Gemäuer faszinieren mich nach wie vor…Hier also eine neue Arbeit: Eine “Welt unter dem Himmelszelt” – Öl auf Leinwand (80×40 cm) mit einem Barockrahmen versehen…

Wasserwesen…

Viele neue Dinge entwickeln sich, vielesist im Wandel und ich bin schön beansprucht davon – will heißen, positive Entwicklungen – aber dennoch beanspruchen sie Kraft und Aufmerksamkeit…
Nichtsdestotrotz oder auch eben deswegen ist eines der in Arbeit befindlichen Bildern gestern fertig geworden…Wandelbar wie Wasser, das auch in vielen Zuständen auftritt und dabei sehr unterschiedliche Wirkungen zeigt…

Ei-Tempera und Ölfarbe auf Leinwand, 50×70 cm groß. Es ist wieder eines von den Bildern, die langsam gewachsen sind, sich in der Planung ganz anders darstellten als es in der Ausführung geschah…

Zeitfenster…

Ende des Jahres kommen einem oft Gedanken zum Verlauf der Zeit – man wird ja auch im Fernsehen ständig mit Sendungen zugemüllt – ich kann es nicht anderse nennen – mit Formaten wie “Was dieses Jahr mit wem geschah” oder “in den letzten Jahrzehnten geschah” und so weiter …
Mein Tip: Man setze sich mal hin und schreibe die EIGENEN Highlights des Jahres auf und freue sich an diesen Erfolgen und überlege sich, wie das nächste Jahr mindestens genauso gut oder gar noch besser werden kann – jenseits von neuen, bunten Technikerrungenschaften.
Denn worum geht es letzten Endes im Leben? Um einen selbst, das eigene Glück, Pläne und Wünsche, mit und um die Familie, die Liebsten … In diesem Zusammenhang finde ich Besinnlichkeit sehr wichtig und gut.

Das heute fertig gemalte Bild – also zumindest für heute – ist allerdings schon vor Monaten als Skizze entstanden und wartete schon eine Weile auf meinem “Malteppich” auf Vollendung. Ich lass’ es jetzt mal wirken, ob ich noch was korrigieren oder ändern will, aber es beschwert sich gerade nicht 😉 mal sehen, ob es mir noch was mitteilt – vielleicht in meinen zur Zeit sehr lebhaften Träumen…

Das Wortspiel mit dem “Zeitfenster” schwirrt – zusammen mit anderen Worten im Zusammenhang mit Zeit schon seit längerem durch meine Skizzenbücher…Eine ähnliche Komposition des Raumes mit der “gleichen Tapete” gibt es schon in meinem Weihnachtsbild  und es wird auch noch in ein-zwei weitere solcher Räume geben…

Im Turm…

Irgendwie eilt die Zeit davon, ich bin schwer beschäftigt meine erste Ausstellung in meinem Atelier am Hafenplatz vorzubereiten. Es ist meine erste Veranstaltung dort und ich bin – wie ich zugeben muss – sehr gespannt, wer zu Besuch kommt und wie es so wird…ich hoffe gut 😉

Ich eile zur Zeit von Ort zu Ort und bringe Einladungskarten unter die Leute und lerne dabei oft und immer wieder sehr nette Menschen kennen, so auch heute. Ich bin so froh und dankbar, dass es solche Menschen noch gibt, die Wärme und Herzlichkeit ausstrahlen. Manchmal beschleicht mich nämlich die Sorge, dass die weniger werden…andere Gesellen beispielsweise, deren Ignoranz mir oft einfach nur die Sprache verschlägt trifft man ja auch, aber die sehe ich zum Glück in der Regel nur einmal und nie wieder…

Inzwischen habe ich auch ein weiteres Bild fertig gemalt, in Gedanken an alte Gemälde, die schon ein wenig verblassen und deren Farben so eine spezielle Patina entwickelt haben, dass sie nicht nur zeitlich, sondern auch räumlich in die Ferne rücken.
In den nächsten Tagen werde ich noch den passenden Rahmen dazu fertig stellen…

Raum Sammlung Scharf und Gerstenberg Teilansicht (Foto von Ariane Zuber)

Sammlung Scharf und Gerstenberg

Was man an Ostern so macht…
Ich zum Beispiel habe mir die ganze Zeit Kultur aller Couleur gegeben 😉 ich hatte Besuch und war als Kunstflaneurin unterwegs, zum einen in der Sammlung Bröhan , um geheimnisvolle Tiere des Jugendstils zu sehen – diese Ausstellung wurde bis 30. Mai verlängert.
Jugendstil mag ich sehr gerne, auch wenn man sich im Allgemeinen durchaus einiges davon auch schon “übergesehen” hat, aber in dieser Ausstellung wird die Symbolik der Tiere schön und anschaulich erklärt und es sind wirklich sehr besondere Stücke. Herrliche Pfauen, Fledermäuse, Krebse, Eulen und auch Spinnen auf Geschirr – als Muster oder plastisch ausgeführt – sehr elegant. Nebenbei kann man auch Bilder und Möbel aus der Zeit betrachten. Die Sammlung befindet sich in der Nähe des Schlosses Charlottenburg.

Zum Anderen waren wir in der Sammlung Scharf und Gerstenberg die surrealen Arbeiten sehen. Diese Sammlung wurde 2008 eröffnet und ist durchaus spannend.
Auf drei Etagen Gemälde, Skulpturen sowie Drucke und Zeichnungen, über 250 Werke aus der Geschichte der phantastischen Kunst. Hauptsächlich Surrealismus, aber auch die Kerkerbilder von Piranesi, zu dessen Zeit es keinerlei surrealistische Bewegung gab 😉

Die meisten Künstler der Surrealistengruppe sind mit wenigstens einer Arbeit in der Sammlung vertreten. Von René Magritte, Max Ernst und Hans Bellmer sogar einige, ebenso Wols und Paul Klee. Wirklich überrascht haben mich die Zeichnungen von Salvador Dalí, die Bilder kennt man ja, ich mag sie nicht so, auch wenn er unbestritten ein großartiger Maler war, aber die Zeichnungen sind spannend und die hat man auch noch nicht so oft gesehen.
Es gibt auch ein Filmprogramm, das unter anderem die klassischen surrealistischen Filme von Luis Buñuel und Salvador Dalí beinhaltet.
Die Räume der Sammlung sind ganz wunderbar, ein Teil davon ist nämlich von nahezu sakraler Architektur und das Personal ist – oder war an jenem Abend – sehr gut gelaunt, was ich auch sehr angenehm fand. Abgerundet wird die Sammlung durch einen netten kleinen Museumsshop mit den “üblichen Verdächtigen” wie auch Magritte-Regenschirmen oder magnetischen Kussmündern 😉