Zeitfenster…

Ende des Jahres kommen einem oft Gedanken zum Verlauf der Zeit – man wird ja auch im Fernsehen ständig mit Sendungen zugemüllt – ich kann es nicht anderse nennen – mit Formaten wie “Was dieses Jahr mit wem geschah” oder “in den letzten Jahrzehnten geschah” und so weiter …
Mein Tip: Man setze sich mal hin und schreibe die EIGENEN Highlights des Jahres auf und freue sich an diesen Erfolgen und überlege sich, wie das nächste Jahr mindestens genauso gut oder gar noch besser werden kann – jenseits von neuen, bunten Technikerrungenschaften.
Denn worum geht es letzten Endes im Leben? Um einen selbst, das eigene Glück, Pläne und Wünsche, mit und um die Familie, die Liebsten … In diesem Zusammenhang finde ich Besinnlichkeit sehr wichtig und gut.

Das heute fertig gemalte Bild – also zumindest für heute – ist allerdings schon vor Monaten als Skizze entstanden und wartete schon eine Weile auf meinem “Malteppich” auf Vollendung. Ich lass’ es jetzt mal wirken, ob ich noch was korrigieren oder ändern will, aber es beschwert sich gerade nicht 😉 mal sehen, ob es mir noch was mitteilt – vielleicht in meinen zur Zeit sehr lebhaften Träumen…

Das Wortspiel mit dem “Zeitfenster” schwirrt – zusammen mit anderen Worten im Zusammenhang mit Zeit schon seit längerem durch meine Skizzenbücher…Eine ähnliche Komposition des Raumes mit der “gleichen Tapete” gibt es schon in meinem Weihnachtsbild  und es wird auch noch in ein-zwei weitere solcher Räume geben…

Die Zeit vergeht…

…so stellt man immer wieder fest. Aber wie genau eigentlich? Manchmal ganz schnell und gelegentlich auch gefühlt gar nicht oder wohltuend langsam.

Mir gefällt die ständig vorgelebte Hektik und “schnell-schnell-Mentalität” gar nicht.
Schnell sprechen, schnell mal e-mail lesen und das oft nicht mal bis zum Ende (keine schönen Briefe mehr), schnell Schnäppchen schnappen, schnell mal essen, schnell mal neben der Arbeit noch eine Arbeit einschieben, Coffee to go…Das braucht doch kein Mensch als Dauerzustand.

Wirklich Wahrnehmen geht nicht “mal eben schnell”, gute Arbeit geht nicht “mal eben schnell” und das Leben sollte auch kein Dauer-Wettrennen sein, klar haben wir alle mal Eile – müssen mal schnell sein, aber die Betonung liegt auf “MAL”.

Ich bin für regelmäßiges Innehalten, wahrnehmen, bedenken, genießen, warten…
Ohne Pausen und Besinnung bin ich kein ausgeglichener Mensch und meine abgelieferte Arbeit verliert an Qualität, einzuhaltende Termine werden dann zu einem unüberwindlichen Berg, den ich nicht zu schaffen meine, was sich nicht wirklich vorteilhaft auf meine Laune auswirkt und so weiter…

Wohl dem, der es schafft, sich Zeit zu nehmen, Oasen schafft, Pausen macht…in diesem Sinne wünsche ich einen angenehmen Wochenausklang mit einem Bildgruß aus meinem Atelier…