Sophie Wencke-Meinken, Brücke bei Hann.-Münden, Atelier Ariane Zuber

Sophier Wencke-Meinken – Worpswede besucht Hann. Münden

Sophie Wencke-Meinken

Sophie Wencke Meinken (1874-1963) war eine der zur damaligen Zeit seltenen Künstlerinnen, deren Eltern, insbesondere der Vater, das künstlerische Talent des Kindes schon früh förderten. Durch diesen glücklichen Umstand und dem Zufall, der die Familie nach Worpswede verschlug, war es ihr vergönnt, eine der wenigen Schülerinnen von Otto Modersohn zu werden.

Als älteste Tochter erhielt sie eine fundierte Ausbildung, die Ausbildung zur Kunstmalerin gestaltete sich aufgrund des Verbotes von Akademien für Frauen anfangs überwiegend in Form von Privatunterricht in Bremen und später Berlin und natürlich Otto Modersohn, ihr Malstil entwickelte sich impressionistisch und dieser Art der Malerei blieb sie ihr Leben lang treu. Durch ihr großbürgerliches Umfeld war sie in der Lage, bedeutende Kunstausstellungen zu besuchen und dies führte sie letztlich auch zu der Auswahl ihrer Lehrer. Sie war von 1898 bis 1900 Schülerin von Modersohn.

Schicksalsschlag

Bis hierhin verlief alles bestens für Sophie, doch tragischerweise musste ihr Vater, Besitzer der Wencke-Werft, Konkurs anmelden, was dazu führte, dass die Kinder (Schwester Clara und Bruder Friedrich Wilhelm) auf sich allein gestellt waren, Die jüngere Schwester ging für eine gewisse Zeit ins Ausland, der Bruder zum Militär, Sophie fühlte sich und war sicherlich auch in der Pflicht, zur Versorgung der Familie beizutragen.

Sie ging nun ganz gezielt daran, an Verkaufsausstellungen teilzunehmen, ihre Schweser betätigte sich nach Rückkehr aus dem Ausland quasi als ihre „Agentin“ . Ihre Verkaufspreise rangierten damals zwischen 800 und 1000 Mark, das ist für damalige Verhältnisse und Frauenstatus ein sehr guter “Kurs”ihre Arbeiten waren alsbald in Galerien vertreten und Kunsthändler kannten und handelten ihre Werke. Des Weiteren betätigte sie sich als Postkartenmalerin – was nicht nur die Einnahmen steigerte, sondern auch den Namen bekannter machte.

Auf mich macht Sophie Wencke einen cleveren und geschäftstüchtigen Eindruck, zu der damaligen Zeit war sie vielen ihrer Zeitgenossinnen diesbezüglich weit voraus, möchte ich meinen.

Sophies Reisen

Warum erzähle ich hier von einer Worpsweder Künstlerin? Zum Einen weil ich die Frau wirklich bewundere, sie hat sich nicht unterkriegen lassen und ist ihren Weg als Künstlerin trotz widriger Umstände weiter gegangen – Hut ab!
Zm Anderen, weil
die Dame auch im hohen Alter noch gerne und viel reiste und im stattlichen Alter von etwa 70 Jahren – also in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts (1950-1953) – eine Malreise entlang der Weser machte und in der hiesigen Gegend tätig war, daraus resultierte eine Ausstellung, die mehrfach gezeigt wurde, sie malte unter anderem auch das Kloster Bursfelde und die Brücke von Hann.- Münden. Ein großes Leinwandbild (70×100 cm etwa) das im Atelier zur Besichtigung und zum Verkauf steht, ein Katalog ihrer Arbeiten liegt hier ebenfalls zur Ansicht aus.

Zur Zeit ist mein Atelier von Mi bis Sa von 12-17 Uhr geöffnet – nicht zu vergessen das Atelierfest am 16.11. von 12-19 Uhr mit Glühwein und Waffeln – schaut gerne vorbei.

Fest im Atelier Ariane Zuber, Bad Karlshafen

Atelierfest am 16. November 2019 von 12-19 Uhr

Es nähert sich doch schon glatt wieder das Ende des Jahres und damit mein Atelierfest. Mit Glühwein und Waffeln erhellen wir den oft doch etwas tristen November und machen die Welt ein bißchen bunter.

Am Samstag den 16. November von 12 -19 Uhr sind meine Lieblingskünstlerfreunde aus Dortmund mit von der Partie und Party 😉

Almut Rybarsch-Tarry, Bildhauerin und Hendrik Müller, Fotograf

Herzliche Einladung an  alle Atelier- und Kunstfreunde: Kommt vorbei und besucht uns…

Vortrag Graf von Muennich im Atelier Ariane Zuber

Von Carlshaven nach St. Petersburg – Vortrag am Samstag 18. Mai ab 17 Uhr

Da ja gerade die Wiederabindung des Hafens von Bad Karlshafen gefeiert haben – in deren Rahmen auch meine Ausstellung im Rathaus Bad Karlshafen eröffnet wurde – wollen wir uns am kommenden Samstag einmal dem Architekten des Hafens widmen, dem Grafen von Münnich.

Der Vortrag wird von Guntram Rother am Samstag, den 18.05.2019, 17 Uhr im Atelier Ariane Zuber in Bad Karlshafengehalten und ich bin sicher, es wird nicht nur informativ, sondern auch unterhaltsam.

Der Architekt, der uns was erzählt…

…ist Guntram Rother, der seit 1997 freischaffender Architekt mit Hauptwohnsitz in Dresden ist und Tätigkeiten in Sachsen, Berlin, Hessen und Tirol ausgeführt hat, er ist in Bad Karlshafen aufgewachsen.

Der Architekt des Hafens…

…war Burchard Christoph Graf von Münnich (1683 – 1767) und zählt zu den bedeutenden Persönlichkeiten der europäischen Geschichte des 18. Jahrhunderts. Nach einer schweren Kriegsverwundung 1712 begab sich der Graf von Münnich in die Dienste des Landgrafen Karl zu Hessen-Kassel, wo er zwischen 1713 und 1716 die Hafen-, Schleusen- und Kanalbauten des Langraf-Carl-Kanals in Karlshafen und von Karlshafen nach Kassel plante und betreute.

1721 wechselte Graf von Münnich an den Hof des Zaren Peters des Grossen nach St.Petersburg. Der Zar wollte Russland zu einem modernen Staat westeuropäischer Prägung reformieren und benötigte dazu Techniker, Wissenschaftler, Architekten und Ingenieure aus dem Westen.

Graf von Münnich wurde aufgrund seiner Erfahrung, u.a. beim Kanalbau in Karlshafen, mit dem Bau des Ladoga-Kanals und der Hafenanlagen in St.Petersburg beauftragt. Durch seinen Erfolg bei diesen Projekten wurden ihm auch sehr schnell Aufgaben im Militär- und Staatswesen übertragen. Er reformierte die russische Armee nach preußischem Vorbild, schaffte Privilegien des Adels ab und wurde Oberbefehlshaber der russischen Armee.

Außerdem war der Graf von Münnich ein gläubiger Christ. Mit Unterstützung des Zaren Peter des II, einem Enkel Peters des Grossen, errichtete er als Architekt, Bauherr und Förderer von 1728 bis 1731 den Neubau der damals grössten evangelisch lutherischen Kirche, am Newski Prospekt, der heutigen Hauptstrasse von St.Petersburg.

Aufgrund von politischen Intrigen am Zarenhof fiel Graf von Münnich 1741 unter Elisabeth der I. in Ungnade und musste nach seiner Begnadigung von der Todesstrafe für 20 Jahre in die Verbannung nach Sibirien, die er aber überlebte.

Zar Peter der III rehabilitierte ihn und unter der Zarin Katharina der Grossen wirkte er hochbetagt und hochanerkannt noch 5 Jahre bis zu seinem Tod in zivilen und militärischen Bereichen in Russland.

Das war die ganz, ganz kurze Zusammenfassung – wer die unterhaltsame und ausführliche Version erleben möchte, kommt einfach übermorgen vorbei…

Rathaus Bad Karlshafen, GEmälde von Ariane Zuber, 110x130 cm

Das Rathaus in Bad Karlshafen

Am kommenden Samstag, den 11. Mai feiert die Stadt Bad Karlshafen die Wiederanbindung des historischen Hafenbeckens an die Weser und im Rahmen dieser Feier gibt es eine Ausstellung meiner Bilder im historischen Rathaus zu sehen. Ich freue mich schon sehr auf das Fest…

Historisches Bad Karlshafen

Die mehrfache Erwähnung des Wortes “historisch” hat seine Berechtigung, denn historisch ist hier eigentlich alles und ich mache hier nochmal einen kurzen Ausflug in die Architekturgeschichte der Stadt, da ich gerade heute das Bild des Rathausese bei Nacht fertig gestellt habe.

Ab 1699 wuchs die Stadt nach Ideen des Landgraf Carls – unter anderem um Zoll zu sparen, und zwar mit dem Bau eines Handelskanals, der die Weser mit der Stadt Kassel verbinden sollte. Das Projekt wurde begonnen, aber nicht fertiggestellt, doch die Hafennutzung fand damals auch ohne den geplanten Kanal statt. Angesiedelt wurden dafür damals wohl 36 hugenottische Handwerkerfamilien. Die noch vollständige und nahezu unveränderte Architektur des Barock wird auch gern als Planstadt bezeichnet, da es einen streng geometrischen barocken Stadtgrundriss hat und die Architektur, die das Hafenbecken säumt wirkt ein bißchen wie eine geschlossene Reihenhausbebauung. Das Rathaus wird von einem achteckigen Turm gekrönt, der mit einer Wetterfahne in Form eines Pegasus geschmückt ist.

Soviel zur besoderen Architektur der Stadt, mehr in der Zeitschrift Monumente

Heute also das “Rathaus bei Nacht” in meinem Bilde, Gemälde in Öl auf Leinwand, 130×110 cm

Ausstellung Malerei Ariane Zuber, Bad Karlshafen

Ausstellung meiner Arbeiten zur Hafeneröffnung im Rathaus Bad Kalshafen

Mit großer Freude nehme ich die Gelegenheit wahr, am 11. Mai, wenn der historische Hafen mit Schleusenanbindung zur Weser der Stadt offiziell eröffnet wird, einige Arbeiten im Rathaus auszustellen.

Eine kleine Eröffnung um 17 Uhr läutet die vierwöchige Ausstellung unter dem Titel “HAFEN – HEIMAT – HIMMEL” ein. Ich freue mich sehr darauf und lade hiermit herzlich ein, sich meine Arbeiten anzuschauen.

Der Gästeraum des Rathauses mit seinem Gewölbecharakter ist ein wunderbarer Präsentationsraum für meine zum Teil großformatigen Arbeiten, diese werden dort von Montag bis Sonntag 8-19 Uhr bis zum 8. Juni zu besichtigen sein.