Ariane Zuber: Vom Schatten ins Licht, Öl auf Leinwand, 30x40x4 cm

Vom Schatten ins Licht…

Zur Zeit ist alles anders als sonst, COVID-19 stellt uns auf die Probe, die Gedanken kreisen und man kann sich dem schwer entziehen, der eine findet das unerträglich, die andere sieht es als Chance.

Ich male weiter und da oft die “passenden” Bilder für meine Gedankengänge  mit meiner Hilfe auf der Leinwand erscheinen, erschien jetzt eine Urlaubserinnerung aus dem letzten Jahr. Der August 2019 war ein schwieriger Monat für mich und der Urlaub war kein Urlaub wie ein “normaler” Urlaub.
Wir waren im Elbsandsteingebirge und vieles von dieser großartigen Landschaft hinterließ bleibenden Eindruck bei mir, so auch diese Schlucht, in der es schattig, an manchen Stellen sogar dunkel war, aber ich sah das Licht in der Ferne und wusste, der Weg führt zwar durch diesen Schatten, aber bald ans wärmende Licht…

Ariane Zuber - Krukenburg, Öl auf Leinwand 50x70cm

Krukenburg – Perspektivenwechsel

Krukenburg – Sicht aus dem ehemaligen Burggraben

In der gefühlten Bedrohung durch den Corona-Virus gewinnt der Spruch “My home is my castle” mehr an Gewicht…aber trotz allem oder gerade deswegen ist ein Spaziergang an der frischen Luft doch was Herrliches, zumal uns zur Zeit richtig freundliches Frühlingswetter vergönnt ist. vielleicht auch mal neue Pfade gehen und nicht den ausgetretenen und womöglich stark frequentierten Weg nehmen und neue Perspektiven finden oder gar schaffen…

Meine Faszination für alte Gemäuer ist nach wie vor vorhanden und die Krukenburg steht ja nun mal quasi direkt vor meiner Tür. Hier mal eine nicht so geläufige Sicht aus dem ehemaligen Burggraben. Im Gebüsch darunter ist einiges los, kleine Bewohner der “anderen Welt” haben sich darin ihren Platz gesucht… 50×70 cm, ÖL auf Leinwand

Stilleben mit Teerose von Ariane Zuber, Öl auf Leinen

Fragmente einer Erinnerung

Allerorten hört und liest man von “Reduktion”, man soll Ballast abwerfen, Minimalismus ist angesagt…aber was genau bedeutet das? Sich von Gegenständen trennen, die man nicht braucht? Feststellen, was einem wirklich wichtig ist? Wenn mir etwas gefällt, darauf zu verzichten, weil ich es nicht “brauche”? Wie bei so vielen Schlagworten und Trends besteht da Bedarf zu hinterfragen.

Ich habe früher mehr “angesammelt”, Erinnerungsstücke, viel mehr Bücher, viele Dinge für meine kreative Arbeit…
Viel gekauft und ungenutzt wieder wegegeben oder Lebensmittel weg geworfen habe ich hingegen kaum, weil ich schon immer fand, dass ich nicht alles haben muss und auch nicht jedem Modetrend hinterher laufen will und ich bei Lebensmitteln lieber mehrmals in der Woche einkaufe als einmal und dann zuviel wegwerfen muss, weil ich mich verschätzt, etwas verdorben oder ich einfach keine Zeit dafür gehabt habe, das aufwändige Gericht zu kochen…aber, wie gesagt, man muss für sich selbst herausfinden, wie minimalistisch man leben mag und auf was man nicht verzichten will.

Mittlerweile bin ich tatsächlich auch bei Büchern bewusster, nicht alles, was ich gelesen habe, muss ich besitzen oder aufbewahren, auch mit Erinnerungsstücken bin ich sparsamer, ebenso mit Fotos. Mehr und mehr verarbeite ich Erinnerungen in meinen Kalenderbüchern oder in meinen Bildern. Da habe ich auch lange was von, die Bücher nutze ich und schaue durch, die Bilder sehe ich an und beim Verarbeiten verbringe ich viel Zeit mit einer schönene Erinnerung, was sie intensiviert. So wie bei den hier bereits vorgestellten Erinnerungsbildern an Spaziergänge, oder bei diesem neuen Stillleben dass mich an vergänglichen Rosenduft und eine Kindheitserinnerung denken lässt. Dazu habe ich eine Schattenfuge in Mint-Grün gestaltet und mit Craquelé-Lack überzigen, so dass es an Seladon-Keramik erinnert – passend zu der asiatischen Figur. In meinem Shop erhältlich…